Die Trennung der Angelegenheiten

02.12.2018

...führt zu Gelassenheit und Achtsamkeit auf die eigene Person und damit zur Selbstliebe. Insbesondere möchte ich mich heute diesem Thema widmen, da dieses immer wieder in den Blog's auftaucht und auftauchen wird, so wie z.B. im letzten. Daher ist es wichtig, dass es richtig verstanden wird.

Man kann zwischen drei Arten der Angelegenheiten unterscheiden:

1. Meine Angelegenheiten - sind alle Angelegenheiten, die ich bei und in mir beeinflussen kann, also bspw. wie ich auf etwas Geschehenes in meiner Umwelt reagiere - d.h. meine Gedanken und Gefühle sind meine Angelegenheit. Wie reagiere ich auf die Weltnachrichten, auf den Stau, auf meine Freunde oder auf Feedback's zu mir. Ich kann mich darüber aufregen oder ich kann gelassen reagieren und vielleicht schauen warum mich dies oder das aufwühlt - beides sind meine Entscheidungen, beides ist ok, wenn ich sie bewusst treffe. Das heisst ich kann meine Gedanken steuern oder mich von ihnen steuern lassen, in dem ich nicht bewusst denke. Was denke ich, was fühle ich, wie entscheide ich mich für mein Leben, sind alles meine Angelegenheiten. Hier sind wir auch schon bei einem zentralen Schlüssel zu einem gelassenen Leben. 

2. Die Angelegenheiten Anderer - könnten uns nicht berühren, tun sie aber oft. D.h. wann immer etwas bei jemand anderem geschieht, also ob er sich für ein blaues oder rotes Auto entscheidet, ob er sich von seiner Frau trennt, ob er uns beschimpft oder sich über uns aufregt oder ob er ein Problem mit uns hat, sind in erster Linie seine Angelegenheiten, nicht unsere. Unsere Angelegenheit ist wie wir darauf reagieren, also das was wir beeinflussen und steuern können. Und das heisst nicht, dass wir uns nicht in andere reinversetzen dürfen, mitfühlen können, sie unterstützen und ihnen helfen dürfen - wenn wir es tun, dann bewusst, um nicht die Probleme anderer zu unseren zu machen, denn damit ist weder der Person geholfen noch uns selbst -> Dazu mehr in einem späteren Blog.

3. Die Angelegenheiten des Lebens - sind z.B. das Wetter. Dinge, die weder wir noch die anderen steuern können oder, die wir nicht verändern können. Aber grundsätzlich haben wir keinen Einfluss darauf, ob es regnet oder was generell in der Natur passiert. Auch hier hängt es wieder davon ab, wie wir darüber denken und reagieren. Wir können denken: "Immer regnet es, Sauwetter!" oder "Schön, dass es regnet, die Natur braucht das Wasser, damit alles wachsen und gedeihen kann." - beides ist möglich und je nach Gedanke stellt sich unser Gefühl ein. 

Diese "Trennung" der Angelegnheiten kann uns schnell und effektiv in Situationen helfen, die uns aufwühlen oder verwirren, denn oft sind es dann gar nicht unsere Angelegenheiten und wir können uns, uns selbst und unseren Gedanken dazu widmen.

Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, was ich damit meine und falls nicht, meldet euch gerne bei mir, ich stehe jederzeit zur Verfügung und freue mich auf Fragen und Anmerkungen dazu :)